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Die Stiftung Naturschutz erklärte die Wegwarte zur Blume des Jahres 2009, weil sie inzwischen als gefährdet eingestuft wird. Da es immer weniger unversiegelte Flächen gibt, findet sie immer weniger Platz zum Wachsen. Ab dem 16. Jh. wurde die Wegwarte als Kaffeeersatz genommen. Als 1836 durch die von Napoleon verhängte Kolonialsperre der Kaffee auf dem europäischen Festland knapp wurde, kultivierte man die Wegwarte, um aus ihren Wurzeln ein Kaffee-Ersatzmittel, den Zichorienkaffee, herzustellen. Die Wegwartenwurzeln dienten oft als willkommenes Gemüse in Notzeiten. Die in Scheiben geschnittenen Wurzeln wurden vor der eigentlichen Zubereitung gewässert und ausgekocht, damit sie ihren strengen, bitteren Geschmack verlieren, und dann weich gedünstet.
Wurzeln und der Salat aus den Blättern der Wegwarte sind ein sehr gutes Diätgemüse für Zuckerkranke, da die Pflanze in allen Teilen sehr viel Inulin enthält, ein Kohlenhydrat, das im Körper nicht in Zucker umgewandelt wird. Der Salat hilft zudem, Blutfett und Blutdruck zu senken, entgiftet und stabilisiert die Darmflora. Die Blüten können ebenfalls gegessen bzw. als essbare Dekoration verwendet werden. Verwandte, die aus der Wegwarte gezüchtet werden, sind die Endivie, Chicorée, Zuckerhutsalat und Radicchio. Lässt man den Zichoriensalat -der aus dem zusammengestauchten Pflanzenspross gezüchtet wird- im Garten stehen, ist im nächsten Jahr wieder eine Wegwartenstaude anzutreffen.
entschlackend,
Wissenschaftlich erwiesen -Quelle: Wolf-Dieter Storl, 2002- ist, dass die Wegwarte durch Kationenbindung Schwermetalle wie Kadmium, Blei und Quecksilber sowie Pestizide zu binden vermag und bewirkt, dass diese Stoffe nicht ins Blut gelangen, sondern ausgeschieden werden.
Appetitlosigkeit, Appetitmangel, Blähungen, Gallensteine, Hautunreinheiten, Kaffee-Ersatz, Kopfschmerzen, Leberbeschwerden, regt Verdauung an, reguliert Stoffwechsel, Störung des Galleabflusses, Verdauungsschwäche, Verdauungsstörungen, Völlegefühl
Pflanzenfamilie: Korbblütler
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Wurzel, Blüten
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Gerbstoffe
Sammelzeit: ganzjährig
Einen Teelöffel getrocknete oder frische, klein geschnittene Wurzeln in 250 ml Wasser 2 Minuten wallend kochen und abseihen
1 Tasse drei Mal täglich vor dem Essen trinken
Von Dr. Tabernaemontanus aus dem Jahre 1731
Frische Blüten klein schneiden und anschließend in einem Mörser zusammen mit Zucker im Verhältnis 3:1 -3Teile Zucker, 1 Teil Blüten) zerstoßen. Gut vermischen und in einem Glasgefäß an die Sonne stellen. Der entstehende -Honig- wird teelöffelweise eingenommen
Wirkung: Herz stärkend, Leber unterstützend, Sodbrennen und Herzklopfen vertreibend
Mit dem Wegwarten-Zucker kann auch Wegwarten-Tee versüßt werden