Die Schlüsselblume, Primula veris

Schlüsselblume eine Küchen und HeilpflanzeDie Schlüsselblume hieß im Mittelalter Herba paralysis, weil sie gegen Schlaganfall helfen sollte. Ebenso wurde sie gegen Gicht eingesetzt und galt als ein Fruchtbarkeitsmittel. Die Schlüsselblume ist eine nordische Pflanze und war in der antiken Medizin nicht bekannt. Die Pflanze wird erstmals in den Schriften der Klosterheilkunde erwähnt. Die Volksheilkunde verwendet Wurzeln und Blüten -mit Kelchen- als Hustenmittel, zur Nervenberuhigung sowie als harntreibendes Mittel bei Rheuma und Gicht.

Heilwirkung

Die Schlüsselblume hat folgende Wirkung

beruhigend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweisstreibend

Der Schlüsselblume hilft bei

Melancholie und seelischen Verkrampfungen, bei epileptischen Anfällen wurde der Tee ebenso verordnet wie bei Schlaflosigkeit und chronischer Migräne, Bronchitis, Keuchhusten, Schnupfen, Kehlkopfentzündung, Halsentzündung, Lungenentzündung, Erkältung, Mundschleimhautentzündung, Mundfäule, Zahnfleischentzündung, Vitamin C Mangel, Verstopfung, Stoffwechsel anregend, Gicht, Rheuma, Herzschwäche, Ödeme, Kopfschmerzen, Neuralgien

Steckbrief

schluesselblume

Pflanzenfamilie: Primelgewächs, Primulaceae
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Wurzeln
Inhaltsstoffe: Saponine, Flavone, Primulaverosid, Primverosid, Phenolglykoside, ätherisches Öl, Gerbstoff, Kieselsäure
Sammelzeit: ganzjährig
Spanisch: primavera

Anwendung in der Küche
Rezepte

Küche
Rezepte
Schlüsselblumen Tee, nach Kräuterpfarrer Johann Künzle

Eine Handvoll frische Blüten mit heißem Wasser übergiessen
Zwanzig Minuten ziehen lassen.
Gegen unreine Haut hilft dieser Tee auch. Ein Tuch damit tränken und auf das Gesicht legen.

Gegen Husten

Zutaten
naturbelassener, nicht erhitzter, dünnflüssiger Honig
3 Teile Schlüsselblumenblüten mit Kelch
2 Teile Spitzwegerichblätter
ein Teil Gänseblümchenblüten
ein Teil Huflattichblätter
ein Teil Gundelrebenkraut
Schichtweise den Honig und die frisch gepflückten, gereinigten und fein geschnittenen Kräuter in ein gut verschließbares Glas füllen. An einem dunklen, kühlen Ort drei Wochen lang stehen lassen. Damit der Honig alle Pflanzenwirkstoffe gut aufnehmen kann, alle paar Tage das Glas umdrehen und auf dem Deckel stehen lassen
Anschließend durch ein feines Teesieb abseihen. Bei Husten früh und abends ein Likörglas voll genießen. Der Honig wirkt abwehrsteigernd, antibakteriell, schleimlösend und hustenreizlindernd. Er ist ein gutes Kräftigungsmittel

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