Die Mistel, Viscum album

Heilen mit Kräutern und HeilpflanzenDie Mistel, ist ein Halbschmarotzer, der auf Bäumen wächst. Sie bekommt Nährstoffe und Wasser aus dem Baum, auf dem sie wächst, betreibt aber selbst Photosynthese. Bäume, die von vielen Misteln bewachsen sind, leiden darunter und sterben ab. Einzelne Misteln allerdings schädigen den Baum kaum. Misteln bevorzugen besonders Pappeln, Apfelbäume, Tanne und Robinien.
Die Misteln senken ihre Wurzeln durch die Rinde des Wirtsbaumes hindurch in die Cambiumschicht und bis hinein ins Holz. Dort verankern sie sich und ziehen aus den Säften des Baumes Flüssigkeit und Nährstoffe. Die Zweige der Mistel sind hellgrün und verzweigen sich immer wieder. Dadurch entsteht nach und nach eine Kugelform.
Ab Ende Februar blühen die Misteln. Männliche und weibliche Blüten wachsen auf getrennten Pflanzen. Beide Blüten sind leicht gelblich und duften schwach nach Orange, was viele Insekten anlockt. Ab September reifen die weissen Beeren, die leicht giftig und sehr klebrig sind und einen Samen enthalten.

Heilwirkung

Die Mistel hat folgende Wirkung

beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, tonisierend

Die Mistel hilft bei

Bluthochdruck, Herzschwäche, Beschleunigter Puls, Arteriosklerose, Ödeme, Fieber, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Magenschwäche, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Diabetes -leichte Formen -, Gallenschwäche, Nervenschwäche, Kopfschmerzen, Schwindel, Chronische Arthrosen, Chronisches Rheuma, Gelenkentzündung, Wechseljahrsbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Gebärmutterschmerzen, Gebärmutterblutungen, Gebärmuttergeschwülste, Weissfluss, Epilepsie, Heuschnupfen, Krampfadern, Ekzeme, Geschwüre, Eitrige Wunden, Krebs -therapiebegleitend-

Steckbrief

mistel

Pflanzenfamilie: Sandelholzgewächse, Santalaceae
Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Zweige
Inhaltsstoffe: Alkaloid, Asparagin, Bitterstoff, Harz, Histamin, Inositol, Oleanolsäure, Pyridin, Saponine, Schleim, Tyramin, Viscalbin, Viscin, Viscotoxin, Xanthophyll, Zink
Sammelzeit: Spätherbst, Winter und Frühling

Anwendung in der Küche
Rezepte

Küche
Rezepte
Tee

Misteltee wird immer als Kaltauszug angesetzt, da sich im kalten Wasser die leicht giftigen Stoffe nicht auflösen und der Kaltauszug daher ungiftig ist.
Der Tee wird zur Senkung des hohen Blutdrucks angewandt; und hilft auch bei Herzschwäche und Arteriosklerose
Die Mistel hilft sowohl gegen zu hohen als auch gegen zu niedrigen Blutdruck
Äusserlich hilft der Tee gegen Krampfadern, Ekzeme, Rheuma, neuralgische Schmerzen und Unterschenkelgeschwüre
Gegen Heuschnupfen kann man Misteltee schnupfen

Zur Begleitung einer Krebstherapie und auch zu deren Nachbehandlung kann man Mistelpräparate, dessen Wirksamkeit durch Studien bewiesen wurden, anwenden. Der Erfolg der herkömmlichen Krebstherapie kann dadurch in vielen Fällen verbessert und Nebenwirkungen von Chemotherapie gelindert werden. Als alleinige Behandlung gegen Krebs ist die Misteltherapie jedoch nicht zu empfehlen

Hilfeseiten

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