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Der Liebstöckel, auch unter dem Namen Maggikraut bekannt kommt aus Süwest Asien und Südeuropa.
Im Maggi selbst kommt diese Pflanze allerdings nicht vor.
Sandige oder lehmige, nährstoffreiche Böden mit hohem Kalkanteil werden von ihm bevorzugt. Er ist mehrjährig, winterhart und wird bis zu 2 Metern groß. Die runden, gestreiften, kahlen Stängel wachsen röhrig aufrecht und sind im oberen Bereich verzweigt. Die im Frühjahr schnell wachsenden Triebe sind erst rötlich, später dann grün gefärbt. Die 2 bis 3fach gefiederten, bis 70 cm langen, schwach glänzenden, ledrigen Blätter riechen aromatisch und sind unbehaart. Die Fiedern wachsen rautenförmig und sind grob gezähnt. Die oberen Blätter sind oft nur einfach gefiedert. Liebstöckel wird seit mehr als 1000 Jahren in Gärten gezogen.
Der Wurzelstock wird getrocknet und daraus ätherische Öle gewonnen.
Anregung und Stärkung des Verdauungsapparates und zur Entwässerung. Zudem wird er in verschiedenen blähungsmindernden Zubereitungen verwendet. Das im Liebstöckel enthaltene ätherische Öl wirkt zudem schwach krampflösend. Liebstöckel wird auch bei -Durchspülungstherapien z.B. wegen Harngrieß, Nierenerkrankungen etc. als harntreibendes Mittel eingesetzt. Wichtig ist dabei die reichliche Flüssigkeitszufuhr. Nicht bei Schwangerschaft anwenden.
Liebstöckel soll auch als Badezusatz Hautreinigend sein.
Hildegard von Bingen z. B. verordnete Liebstöckel bei Lungenschmerzen und Wassersucht. Heute noch findet sich das Kraut in vielen Bitterschnäpsen und Kräutertropfen, die als Verdauungshilfe gedacht sind, Sodbrennen, Nierensteine
Pflanzenfamilie: Doldenblütler - Apiaceae syn. Umbelliferae
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzeln und Samen
Inhaltsstoffe: Öle, Gerbstoffe und Cumarine
Sammelzeit: ganzjährig
Für Suppen Saucen und Fleischgerichte. Die Blätter haben einen stark aromatischen Geruch und einen scharf-bitteren Geschmack. Sparsam verwenden.
Zwei Handvoll Blätter in einen alten Strumpf und ins Badewasser geben.